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 Rover
TEILO Offline




Beiträge: 94

16.01.2007 11:56
Nicht immer gut aber extravagant............. Antworten
Firmengeschichte [Bearbeiten]
Rover [Bearbeiten]Der erste Rover war ein Dreirad, das von der Firma J.K. Starley & Sutton Co in Coventry, Großbritannien im Jahre 1884 hergestellt wurde. Die Firma war auf dem Gebiet der Fahrräder sehr innovativ und produzierte u.a. auch das Starley Safety Bicycle, ein dreirädriges Fahrrad, bei dem das einzelne durch eine Kette angetriebene Rad hinten war. Im Vergleich zu den damals üblichen Hochrädern galt es als sehr sicher und fand bald weite Verbreitung; beispielsweise wurde Rower als Wort für Fahrrad ins Polnische übernommen.

Im Jahre 1888 entstand ein Prototyp eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs, es wurde aber nie in Serie produziert.

1896 nannte sich die Firma um in Rover Cycle Company und 1904 wurde das erste Automobil produziert, ein Zweisitzer namens Rover Eight.

1906 wurde die Firma in The Rover Company Limited umbenannt.





Im Zuge der Weltwirtschaftskrise wurde die Produktion von Motorrädern und Fahrrädern eingestellt und die Firma erhielt den Namen Rover.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Stahl kontigentiert und nur erhältlich für Firmen, die Exporte aufweisen konnten. Aus diesem Grund begann die Firma 1947 mit der Produktion des Land Rover, einem vielseitigen Geländefahrzeug mit Allradantrieb, das ursprünglich für die Landwirtschaft gedacht war. Binnen kürzester Zeit entwickelte es sich zu einem Verkaufsschlager.

Bereits in den 1940er Jahren begann die Firma mit Gasturbinen als Antrieb zu experimentieren und entwickelte einige Prototypen, von denen einige in den Jahren 1963 bis 1967 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum Einsatz kamen. Daneben konnten sich die Fahrzeuge im oberen Segment der Mittelklasse gut etablieren.



British Leyland [Bearbeiten]
Wikinger-Kühlerfigur eines alten Rover 100 (1960er Jahre)1967 wurde Rover ein Teil der Leyland Motor Company, die mit der British Motor Corporation (BMC) zur British Leyland Motor Corporation oder kurz British Leyland wurde. Rover war nur mehr eine Marke von vielen unter einem riesigen Konglomerat aus verschiedenen Firmen wie Austin, Jaguar, Morris, MG, Triumph, Wolseley, Leyland Motors (Nutzfahrzeuge) und anderen. Damit war die Zeit der unabhängigen Firma Rover zu Ende, und es begann der Niedergang der britischen Autoindustrie. Symptomatisch für diese Ära ist die Fließhecklimousine Rover SD1 von 1976: Ein an sich hervorragendes Auto, das sich aber aufgrund eklatanter Fertigungs- und Qualitätsmängel einen schlechten Ruf einhandelte. Im selben Jahr war British Leyland bankrott und wurde verstaatlicht. Selbst die später Vitesse genannte Version desselben Modells, das aufgrund seines modernen Designs sogar internationale Automobilpreise gewann, konnte die Situation nicht retten. Die Land Rover- bzw. Range Rover-Geländewagen hatten weiterhin eine sehr große Anhängerschaft, u.a. als Zugfahrzeuge für Wohnwagen.



In den 1980er Jahren tauchte das Rover-Emblem (eine Wikingerkogge) auf einer Reihe von Fahrzeugen auf, die in Kooperation mit Honda entwickelt wurden. Honda erwarb auch eine 20-prozentige Minderheitsbeteiligung an Rover. Die Firma benannte sich 1982 in Austin Rover Group um, und nachdem 1984 Jaguar ausgegliedert wurde, bekam sie 1988 wieder einen neuen Namen: Rover Group. In dieser Zeit entstanden auch die auf Honda-Modellen basierenden Rover-Typen 400 und 600 sowie die - seit langem erste - komplette Neuentwicklung Rover 200. Auch das Rover-Modell 800 war noch im Angebot ebenso wie der alte, früher mit Austin-Emblem versehene Mini.

1994 wurde im Zuge der Privatisierung staatlicher Unternehmen die Firma durch BMW übernommen. Die Modelle 25 (basierend auf dem 200), 45 (ein "gelifteter" 400, noch immer mit Honda-Basis) und 75 wurden eingeführt. Das Modell 75 war eine komplette Neuentwicklung durch Rover, die nur durch erhebliche finanzielle Unterstützung der Konzernmutter BMW möglich war. Aufgrund der bei der Vorstellung des Rover 75 bekanntgewordenen Probleme von BMW mit Rover und der darauffolgenden Unsicherheit bezüglich der Zukunft von Rover erreichte er aber nicht die erwarteten Verkaufszahlen. Die Übernahme durch BMW beendete die langjährige Entwicklungskooperation mit Honda.


Rover 75 (2001)Im Jahr 2000 trennte sich BMW von Rover aus wirtschaftlichen Gründen, da eine profitable Entwicklung auch nach einer Investition von fast 4 Mrd. EUR durch eine Vielzahl von Fehlentscheidungen des BMW-Managements nicht absehbar war. Dieses finanzielle und organisatorische Desaster kostete den verantwortlichen Vorstandschef Bernd Pischetsrieder und Technikvorstand Wolfgang Reitzle ihre Jobs bei BMW. Die Geländewagenmarke Land Rover (inkl. der Modelle Freelander, Defender, Discovery und Range Rover) verkaufte BMW an den Ford-Konzern. Für den fast fertig entwickelten neuen Mini fand BMW keinen zahlenden Käufer, trotz der Entwicklung von Rover blieb das Modell daher bei BMW. Inzwischen wird der Mini erfolgreich als eigene Marke angeboten.

Eigentümer der verbleibenden Rover Group wurde die Phoenix-Venture Group von vier Geschäftsleuten aus Birmingham, die Rover für symbolische 10 Pfund von BMW mangels anderer Interessenten übernahmen. BMW gewährte einen zinslosen langfristigen Kredit über 500 Mio. Pfund. Allerdings musste MG Rover noch die eigene Motorensparte Powertrain von BMW abkaufen. In der Hoffnung, mit der "sportlichen" Marke MG auf größeres Interesse zu stoßen, nannte sich die Firma in MG Rover Group um.

Besonders sportliche Modelle wurden nun nach der Traditionsmarke MG benannt, so der MG ZT 260 auf Basis des Rover 75 mit einem von Ford zugekauften 4,6 Liter V8-Motor mit 260 PS. Außerdem ist noch der Mittelmotor-Roadster MGF in der Produktion. Der Supersportwagen MG SV wird lediglich 50 mal gebaut.

2004 produziert Rover mit 6.000 Angestellten im Werk Longbridge noch 100.000 Autos (1999: 225.000), das sind weniger als die Hälfte der notwendigen Anzahl, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Im selben Jahr werden Verhandlungen über ein Joint Venture mit der chinesischen Firma Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) geführt. SAIC will in dieses gemeinsam mit Rover zu gründende Unternehmen 1,5 Milliarden Euro investieren, unter anderem für die Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle. Mit der Zustimmung der chinesischen Regierung und damit der Komplettierung des Vertrags wurde für das Jahr 2005 gerechnet. Letztlich scheitern die Verhandlungen jedoch an der nicht sichergestellten Liquidität von MG Rover, obwohl die britische Regierung einen Zuschuss von 100 Millionen Pfund in Aussicht stellt. Die MG Rover Group als letzter Massenautohersteller in britischem Eigentum muss daraufhin am 7. April 2005 Konkurs anmelden. Die Phoenix Venture Holdings (PVH) als Eigner des britischen Autobauers bieten eine Summe von 71 Mio. Euro in Form von Barmitteln, Aktien und Eigentumswerten (beispielsweise das auf zwölf Millionen Euro geschätzte Schloss Studley in Warwickshire/Mittelengland), um noch eine Rettung des Unternehmens zu ermöglichen.

PVH-Chef John Towers erklärt dazu: "Alle Besitztümer von PVH stehen zur Verfügung, um dem Insolvenzverwalter zu helfen, einen Käufer zu finden!" Die 71 Millionen sollen in eine Stiftung eingezahlt werden, deren Bestand den Familien der Beschäftigten zugute kommen sollte, falls die Rettung scheitere. Dieser vermeintlich großzügige Schritt basiert offensichtlich auf dem schlechten Gewissen der Firmeneigner. Denn obwohl Rover in den vergangenen Jahren nie aus den roten Zahlen kam, genehmigten sich die Geschäftsleute der Phoenix Venture Holding regelmäßige hohe Summen in Form von Gehalts- und Bonuszahlungen. Im Jahre 2003 bilanzierte Rover beispielsweise 133 Mio. Euro Verlust, dennoch überwiesen sich die fünf Vorstandsmitglieder um John Towers zusammen ein Jahreseinkommen von 24 Mio. Euro. Auch ein Jahr zuvor (2002) schrieb Rover 140 Mio. Euro Verlust; trotzdem erhielten die Phoenix-Mitglieder einen "Bonus" von 19 Mio. Euro. Es kommt zur heftigen öffentlichen Kritik. Das britische Unterhaus empfiehlt schließlich die Benennung eines unabhängigen Aufsichtsratsvorsitzenden, um das Vertrauen der Arbeiter und der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Diesen Rat befolgt Phoenix.


Rover Streetwise (2005)Die Renndivision von MG Rover, die MG Sport and Racing Limited (MGSR), soll als unabhängiges Unternehmen innerhalb von MG Rover separat verkauft werden. Das Rennprojekt in der DTM und der Bau des Sportwagens MG SVR sollen von den 48 Angestellten der MGSR weiter geführt werden. SAIC schließt trotz Absage neue Gespräche nicht aus, aber man wolle abwarten, was von der Bilanz von Rover übrig bleibt, wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist.

Im Juli 2005 werden die Vermögenswerte von MG Rover und die eines Tochterunternehmens, des Motorenherstellers Powertrain Ltd., für mehr als 50 Millionen Pfund (rund 73 Millionen Euro) von dem chinesischen Konzern Nanjing Automobile Corporation gekauft.

Im März 2006, verkündete Nanjing, dass ab Anfang 2007 Modelle von MG Rover in Großbritannien und Spanien verkauft werden sollen. Grund dafür ist Rovers zuletzt starker Umsatz in diesen Märkten. Angeboten werden sollen zunächst ein überarbeiteter MG TF und der MG 7, eine runderneuerte Variante des MG ZT. Ende 2007 soll dann der MG 5 als Nachfolger des Rover 45 folgen.

Im September 2006 kauft der Ford-Konzern überraschend die Namensrechte an Rover von BMW. Man rechnete eigentlich damit, dass die Rover-Markenlizenzen für über 16 Millionen Euro an die chinesische Shanghai Automotive Industrial Corporation (SAIC) gehen würden, da SAIC sich bereits die Design-Rechte an den Rover-Modellen 25 und 75 gesichert hatte. Der Ford-Konzern hatte bereits 2000 die Marke Land Rover übernommen und sich das Vorkaufsrecht für Rover gesichert.

SAIC wird die geplanten neuen Modelle unter der ähnlich klingenden Markenbezeichnung Roewe auf die Märkte bringen. So wird ab 2007 der Roewe 750 als Nachfolger des Rover 75 auf dem asiatischen und ab 2009 auf dem europäischen Markt angeboten werden.



Modelle 1904 - 1940 [Bearbeiten]Typ Bauzeitraum Zylinder / Ventilsteuerung Hubraum Leistung
Rover 6 1906 - 1912 1 / sv 780 - 812 ccm 6 bhp (4 kW)
Rover 6/21 1923 6 / sv 3446 ccm
Rover 8 1904 - 1912, 1919 - 1924 1 - 2 / sv 998 - 1327 ccm 8 - 13 bhp (6 - 9,5 kW)
Rover 9/20 1924 - 1927 4 / ohv 1074 ccm 20 bhp (15 kW)
Rover 10 1934 - 1940 4 / ohv 1389 ccm 44 bhp (32 kW)
Rover 10-12 1906 - 1907 4 / sv 1767 ccm
Rover 10/25 1928 - 1933 4 / ohv 1185 ccm 25 - 27 bhp (18 - 20 kW)
Rover 12 1909 - 1915, 1934 - 1940 2 - 4 / ohv 1496 - 2297 ccm 12 - 48 bhp (9 - 35 kW)
Rover 12/14 1912 - 1925 4 / sv 2297 ccm 28 bhp (21 kW)
Rover 14 1933 - 1940 6 / ohv 1577 - 1901 ccm 54 bhp (40 kW)
Rover 14/45 1924 - 1928 4 / ohc 2132 ccm 45 bhp (33 kW)
Rover 15 1909 - 1911 4 / sv 2488 ccm
Rover 16 1927 - 1932, 1937 - 1940 6 / ohv 2023 - 2147 ccm
Rover 16-20 1906 - 1907 4 / sv 3119 ccm
Rover 16/50 1926 - 1929 4 / ohc 2413 ccm 50 bhp (37 kW)
Rover 18 1912 - 1913 4 / sv 3307 ccm 35 bhp (25,7 kW)
Rover 20 1908 - 1910, 1931, 1939 - 1940 4 - 6 / sv + ohv 2512 - 3251 ccm
Rover Knight 1911 - 1912 1 / Schieber 1389 ccm 9 bhp (6,6 kW)
Rover Meteor 16 1933 6 / ohv 2022 ccm 45 bhp (33 kW)
Rover Meteor 20 1931 - 1933 6 / ohv 2565 ccm 60 bhp (44 kW)
Rover Pilot 12 1932 6 / ohv 1410 ccm 30 bhp (22 kW)
Rover Pilot 14 1932 6 / ohv 1577 ccm 35 bhp (26 kW)
Rover Speed 14 1934 - 1935 6 / ohv 1577 ccm 54 bhp (40 kW)
Rover Speed 16 1934 - 1935 4 / ohv 2023 ccm
Rover Speed 20 1934 - 1935, 1937 - 1940 6 / ohv 2512 - 2565 ccm 72 bhp (53 kW)
Rover Speed Pilot 1933 6 / ohv 1577 ccm 44 bhp (32 kW)



Modelle 1945 - 2005 [Bearbeiten]Typ Bauzeitraum Zylinder / Ventilsteuerung Hubraum Leistung
Rover 10 1945 - 1948 4 / ohv 1389 ccm 44 bhp (32 kW)
Rover 12 1945 - 1948 4 / ohv 1496 ccm 48 bhp (35 kW)
Rover 14 1945 - 1948 6 / ohv 1901 ccm 54 bhp (40 kW)
Rover 16 1945 - 1948 6 / ohv 2147 ccm
Rover 25 1999 - 2005 4 / ohc 1100 - 2000 ccm
Rover 45 1999 - 2005 4 - 6 / ohc 1400 - 2000 ccm
Rover 75 1998 - 2005 4 - 8 / ohc 1800 - 4600 ccm
Rover 100er-Serie 1994 - 1998 4 / ohc 1100 - 1500 ccm
Rover 200er-Serie 1984 - 1999 4 / ohc 1300 - 2000 ccm
Rover 400er-Serie 1990 - 1998 4 / ohc 1400 - 2000 ccm
Rover 600er-Serie 1993 - 1999 4 / ohc 1800 - 2300 ccm
Rover 800er-Serie 1986 - 1999 4 - 6 / ohc 2000 - 2700 ccm
Rover-Alvis P6-BS 1967 8 / ohv 3528 ccm 150 bhp (110 kW)
City Rover 2003 - 2005 4 / ohc 1400 ccm 84 bhp (62 kW)
Rover Gasturbinenfahrzeuge 1947 - 1965 Gasturbine 100 - 230 bhp (74 - 169 kW)
Rover Metro 1980 - 1993 4 - 6 / ohc 998 - 2991 ccm
Rover MI 1947 4 / oise 699 ccm 28 bhp (20,6 kW)
Rover P3 1948 - 1949 4 - 6 / oise 1595 - 2103 ccm 51 - 72 bhp (37,5 - 53 kW)
Rover P4 1949 - 1964 4 - 6 / oise + ohv 1997 - 2639 ccm 60 - 123 bhp (44 - 90,5 kW)
Rover P5 1958 - 1973 6 - 8 / oise + ohv 2995 - 3528 ccm 128 - 215 bhp (94 - 158 kW)
Rover P6 1963 - 1977 4 - 8 / ohv + ohc 1978 - 3528 ccm 120 - 215 bhp (88 - 158 kW)
Rover SD1 1976 - 1987 4 - 8 / ohc 1998 - 3528 ccm
Rover Streetwise 2003 - 2005 4 / ohc 1400 - 2000 ccm


Quelle. Wikipedia



Nachtrag in eigener Sache. Die Allradfahrzeuge sind schon immer allererste Wahl gewesen und sind es immernoch. Das wissen auch grosse Hilfsorganisationen sehr zu schätzen und schwören auf die Dinger, in punkto Alltagstauglichkeit und Geländegängigkeit spielen diese Fahrzeuge ganz vorne mit.






Angefügte Bilder:
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